
1. Was hat dich ursprünglich dazu bewegt, Plankraft zu gründen – und was treibt dich heute noch jeden Tag an?
Stefan Fetz: Ursprünglich hat mich der Wunsch angetrieben, mit Plankraft etwas Eigenes aufzubauen und dabei nicht nur Ideen zu entwickeln, sondern auch echten Mehrwert zu schaffen. Ich wollte unabhängig arbeiten, eigene Visionen umsetzen und Projekte realisieren, hinter denen ich zu 100 % stehen kann. Oft entsteht so ein Schritt aus der Kombination von Leidenschaft für ein Fachgebiet und dem Gefühl, dass es Dinge gibt, die man besser oder anders machen kann. Heute ist es vor allem die Weiterentwicklung, die mich antreibt: spannende Projekte, zufriedene Kund:innen und das Gefühl, mit der eigenen Arbeit wirklich etwas zu bewegen. Dazu kommt der Reiz, ständig dazuzulernen, Herausforderungen zu meistern und gemeinsam mit einem Team oder Netzwerk zu wachsen. Dieses Zusammenspiel aus Verantwortung, Kreativität und Fortschritt sorgt dafür, dass die Motivation jeden Tag aufs Neue da ist.
2. Gebäudetechnik klingt für viele sehr technisch. Wie erklärst du einem Laien, was deine Arbeit eigentlich besonders macht?
Stefan Fetz: Ich erkläre es meistens so: Gebäudetechnik ist alles, was ein Gebäude lebendig und nutzbar macht. Also Heizung, Kühlung, Lüftung, Trinkwasser, – all die Dinge, die man im Alltag kaum bewusst wahrnimmt, die aber entscheidend dafür sind, wie angenehm, effizient und nachhaltig ein Gebäude funktioniert. Was meine Arbeit dabei besonders macht: Ich verbinde Technik mit dem echten Leben der Menschen. Es geht nicht nur darum, dass eine Heizung läuft oder eine Lüftung eingebaut ist – sondern darum, dass sich jemand in einem Raum wohlfühlt, dass Energie sinnvoll genutzt wird und dass alles langfristig zuverlässig funktioniert. Zu Laien sage ich oft: Ich sorge dafür, dass Gebäude nicht nur stehen, sondern „gut funktionieren“ – für die Menschen darin und für die Umwelt. Das Spannende ist dabei die Kombination aus Planung, Kreativität und Problemlösung. Jedes Projekt ist anders: anderes Gebäude, andere Anforderungen, andere Ideen. Genau das macht die Arbeit so abwechslungsreich und ist eben viel mehr als nur „Technik“.
3. Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil deiner Arbeit. Was bedeutet nachhaltige Gebäudetechnik für dich persönlich?
Stefan Fetz: Für mich persönlich bedeutet nachhaltige Gebäudetechnik, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen – sowohl ökologisch als auch ökonomisch. Es geht nicht nur darum, Energie zu sparen oder CO₂-Emissionen zu reduzieren, sondern darum, intelligente, langlebige Lösungen zu schaffen, die Gebäude effizient, komfortabel und umweltfreundlich machen. Nachhaltigkeit heißt für mich auch, vorausschauend zu denken: Technik so zu planen, dass sie heute funktioniert, morgen noch anpassbar ist und Ressourcen geschont werden. Ein nachhaltiges Gebäude ist also nicht nur grün, sondern intelligent, zukunftssicher und wirtschaftlich sinnvoll. Kurz gesagt: Es ist die Verbindung von Technik, Verantwortung und Lebensqualität – dafür brenne ich jeden Tag, wenn ich an einem
Projekt arbeite.
4. Wie wichtig ist dir der regionale Bezug – sowohl den bei Partner:innen als auch bei den Ressourcen – und warum?
Stefan Fetz: Wenn man Partner:innen und Ressourcen aus der Region einbindet, entstehen kurze Wege, transparente Prozesse und stabile Netzwerke. Das bedeutet nicht nur, dass man schneller reagieren kann, sondern auch, dass man die lokale Wirtschaft stärkt und Transportwege minimiert –
ein direkter Beitrag zu Nachhaltigkeit. Außerdem ermöglicht der regionale Fokus, eng mit Partner:innen zusammenzuarbeiten, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und flexibel auf Herausforderungen zu reagieren. Für mich ist das ein zentraler Teil unserer Arbeitsphilosophie: lokal denken, nachhaltig handeln, langfristig profitieren.
5. Plankraft begleitet Projekte jeder Größe. Gibt es einen Auftrag oder ein Projekt, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Stefan Fetz: Ein Projekt, das mir besonders in Erinnerung geblieben ist, war die Modernisierung der Haustechnik einer Alpenvereinshütte. Solche Orte stellen ganz eigene Herausforderungen: extreme Wetterbedingungen, begrenzte Anlieferungsmöglichkeiten und eine hohe Nutzungsspitze in kurzer Zeit. Besonders spannend war, dass wir eine energieeffiziente Heizungs- und Lüftungslösung entwickeln mussten, die sowohl umweltfreundlich ist als auch den notwendigen Komfort für die Hüttenbesucher:innen sicherstellt. Dazu kam die Herausforderung, alles robust und wartungsarm zu gestalten, weil vor Ort nicht permanent Fachpersonal verfügbar ist.
6. Du legst großen Wert auf Handschlagqualität. Was bedeutet das im Alltag – und wie spüren das deine Kund:innen?
Stefan Fetz: Für mich bedeutet Handschlagqualität, dass wir Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und Transparenz nicht nur versprechen, sondern jeden Tag leben. Im Alltag heißt das: Termine und Zusagen einhalten, offen kommunizieren, auch wenn mal etwas nicht planmäßig läuft – und Lösungen anbieten, statt Ausreden. Meine Kund:innen spüren das vor allem daran, dass sie sich auf uns verlassen können. Sie wissen, dass vereinbarte Leistungen pünktlich, sauber und in der versprochenen Qualität umgesetzt werden. Handschlagqualität bedeutet also, dass Worten Taten folgen – und genau das schafft langfristige Beziehungen, auf die sowohl Kund:innen als auch Partner:innen bauen können.
7. Blick in die Zukunft: Mit welchen Zielen möchtest du mit Plankraft die Art und Weise verändern, wie wir bauen und wohnen?
Stefan Fetz: Mit Plankraft möchte ich die Art und Weise, wie wir bauen und wohnen, nachhaltiger, effizienter und lebenswerter gestalten. Mein Ziel ist es, dass Gebäude nicht nur funktional sind, sondern intelligent geplant, ressourcenschonend betrieben und gleichzeitig komfortabel für die Menschen darin. Ich möchte, dass wir Technik so einsetzen, dass sie den Alltag erleichtert, Energie spart und gleichzeitig flexibel bleibt – also zukunftssicher. Dazu gehört auch, dass wir regional denken, lokal arbeiten und Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft übernehmen. Kurz gesagt: Ich will, dass wir mit Plankraft neue Standards für modernes, nachhaltiges Bauen setzen – Gebäude, die Menschen begeistern, die Natur respektieren und lange Bestand haben.

Fotos: Bildfokus-Fotografie
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