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Editorial N°21

Glück im Alltag

Berg

Manchmal fällt es mir schwer, das Glück im Alltag wirklich zu sehen. Stattdessen ertappe ich mich dabei, wie ich mich über Kleinigkeiten ärgere: eine unordentliche Wohnung, graues Wetter, zu wenig Schlaf oder einfach die endlose To-do-Liste, die immer länger wird. Oft verliere ich mich in solchen Gedanken – und vergesse dabei, wie gut es mir eigentlich geht. Wie viel Positives bereits da ist. In dieser Ausgabe möchte ich mich selbst – und auch euch – daran erinnern, den Blick öfter auf das Schöne zu richten. Glück ist selten spektakulär oder laut. Es zeigt sich nicht nur in den großen Erfolgen oder besonderen Anlässen, sondern vor allem in den kleinen Dingen, die wir so leicht übersehen: in einem Lächeln, in einer heißen Tasse Kaffee, in der Stille einer verschneiten Nacht, in einem guten Gespräch oder in einem Abend, der einfach nur leicht und unbeschwert ist. Natürlich gibt es Tage, an denen das schwerfällt. Tage, an denen Sorgen, Müdigkeit oder schlechte Laune lauter sind als der Blick auf das Gute. Aber genau dann lohnt es sich, kurz innezuhalten und die Perspektive zu wechseln. Nicht, um die Probleme kleinzureden, sondern um sie in Balance zu bringen – mit all dem Guten, was auch noch da ist. Ich merke immer wieder, wie sehr es sich lohnt, diesen Fokus zu üben – auch wenn es nicht jeden Tag gelingt. Diese REOSÔ-Ausgabe soll euch sechs Monate lang begleiten – durch eine besondere Zeit voller kleiner und großer Momente: verschneite Wintertage, die Magie von Weihnachten, den Zauber des Jahreswechsels und die stillen Tage dazwischen, aber auch die ersten Sonnenstrahlen im Frühling, die uns neue Energie und Vorfreude schenken. Jeder dieser Abschnitte hält seine eigenen Glücksmomente bereit – wir müssen nur hinsehen. Ich wünsche euch, dass ihr beim Lesen dieser Ausgabe immer wieder kleine Auszeiten vom Alltag findet – Inspiration, Freude und Geschichten, die Mut machen, dem Glück mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Und dass ihr, genau wie ich, immer wieder daran erinnert werdet: Das Glück ist nicht irgendwo in der Ferne. Es ist längst da, mitten in unserem Leben.

Christina Bösch

Editorial N°21

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